Swingbend hält beide Oberarme am Oberkörper. Damit das im Schwung wirkt, kommt es auf die Auswahl der Übungen an: Am meisten lernst du bei ruhigen, kurzen Bewegungen, in denen du auf das Gefühl achten kannst. Die folgenden fünf Übungen bauen aufeinander auf.

Vorbereitung: Band richtig anlegen
Die Schlaufen sitzen am Oberarm kurz unter der Achsel, nicht am Ellbogen. Das Logo liegt mittig vor der Brust. Stell dich in deine Ansprechhaltung: Die Arme hängen locker, das Band liegt an, zieht aber nicht. Das ist dein Ausgangsgefühl für alle Übungen.
Übung 1: Ansprechhaltung prüfen
Nimm einen Schläger, geh in die Ansprechhaltung und löse die Arme bewusst vom Körper. Du spürst sofort den Zug des Bandes. Geh zurück in die lockere Position, bis das Band wieder gleichmäßig anliegt. Wiederhole das fünf- bis zehnmal, damit du den Unterschied sicher erkennst.
Übung 2: Halbe Schwünge von 9 bis 3 Uhr
- Nimm ein Eisen 8 oder 9.
- Hole nur so weit aus, bis der linke Arm (bei Rechtshändern) waagerecht ist. Das entspricht 9 Uhr.
- Schwinge durch bis der rechte Arm waagerecht ist, also 3 Uhr.
- Achte darauf, dass die Brust die Bewegung führt und das Band die ganze Zeit gleichmäßig anliegt.
Schlage 20 bis 30 Bälle in ruhigem Tempo. Die Flugweite ist hier unwichtig, es geht um einen gleichmäßigen Treffmoment.
Übung 3: Pitch-Leiter
Lege drei Ziele in etwa 20, 30 und 40 Metern fest. Spiele mit einem Wedge abwechselnd auf alle drei Ziele. Die Länge regelst du über die Größe der Körperdrehung, nicht über die Arme. Wenn das Band zieht, haben die Arme die Kontrolle übernommen.
Übung 4: Chippen mit ruhigen Schultern
Beim Chippen pendeln Schultern und Arme als Einheit. Spiele aus kurzer Distanz zum Grün Chips auf ein Loch oder ein Tuch. Das Band sollte sich während der gesamten Bewegung nicht verändern. Knickt ein Handgelenk oder löst sich ein Arm, spürst du es direkt.
Übung 5: Dreiviertelschwung mit Pause
Schwinge bis zum Ende des Rückschwungs und halte dort eine Sekunde an. Prüfe: Zieht das Band? Dann hat sich der hintere Oberarm vom Körper gelöst. Liegt es gleichmäßig an, schwinge durch. Diese Übung eignet sich auch als Probeschwung zu Hause, ganz ohne Ball.
Vom Übungsschwung in den normalen Schwung
Das Ziel ist nicht, immer mit Band zu spielen. Wechsle deshalb ab: Fünf Bälle mit Band, fünf ohne. Achte bei den Schlägen ohne Band darauf, dasselbe Gefühl zu erzeugen.
Häufige Fehler
- Zu früh zu voll schwingen: Beginne mit halben Schwüngen. Das Band begrenzt die Ausholbewegung der Arme bewusst.
- Band zu tief: Sitzt es am Ellbogen, schränkt es die Arme ein, ohne die Verbindung zum Oberkörper herzustellen.
- Verkrampfte Arme: Das Band hält die Oberarme am Körper. Du musst nicht zusätzlich drücken.
Hintergrund zur Technik findest du in den Ratgebern zum Golfschwung, zum Pitchen und zum Chippen.
Diese Übungen ersetzen keine Trainerstunde. Wenn du an einem bestimmten Schwungfehler arbeitest, frag deinen Golflehrer, welche Übung für dich passt.
